Samstag, April 12, 2008

Was wäre, wenn die Reichsten streikten

Ich möchte an dieser Stelle auf einer älteren Artikel von Hannes Stein in der WELT über Ayn Rand verweisen, der im Großen und Ganzen recht zutreffend über das Thema schreibt, wenn man allerdings leider auch bemerken muss, dass er den unsäglichen Unsinn von der "fanatischen Politsekte" um Ayn Rand kolportiert. Auch ist es natürlich so, dass Rand in ihrem Denken nicht mit der Entdeckung begann, dass der Mensch ein Händler sein sollte:

Zwei Prämissen bestimmten ihr politisches Denken. Erstens: Der Mensch ist seiner Natur nach ein Händler. Er will frei Verträge schließen, kaufen und verkaufen und für seine Produkte oder Arbeit einen angemessenen Gegenwert erhalten. (Deswegen ist Geld nichts Schmutziges, sondern Ausdruck des Edelsten im Menschen.) Zweitens: Niemand hat das Recht, gegen jemand anderen als Erster Gewalt anzuwenden. Gewalt ist nur in Notwehr zulässig, zur Verteidigung gegen einen Angriff, und nur dann, wenn sie sich gegen den Angreifer selbst richtet.

Verrechnet man diese beiden Prämissen miteinander, so ergibt sich unterm Strich eine zwingende Conclusio: Niemand hat das Recht, einem anderen sein Eigentum wegzunehmen (es sei denn, der hätte es gestohlen). Auch nicht zum Wohle der Gesellschaft, der Bedürftigen oder der Dritten Welt. Provozierend schreibt Ayn Rand: "Das einzige Gesellschaftssystem, das Gewalt aus den menschlichen Beziehungen ausschließt, ist der Laissez-faire-Kapitalismus. Der Kapitalismus ist ein System, das sich auf die Anerkennung von individuellen Rechten gründet, Eigentumsrechte inklusive, und in dem es die einzige Aufgabe der Regierung ist, individuelle Rechte zu schützen."