Sonntag, Juli 27, 2014

Ein Buch zur Verteidigung des Egoismus erscheint 2015

Peter Schwartz hat es nach langen Mühen geschafft: sein Buch für den Egoismus und gegen den Altruismus kann jetzt 2015 erscheinen. Der Verlag Palgrave Macmillan, der auch Free Market Revolution von Yaron Brook und Don Watkins veröffentlicht hat, wird Schwartz’ Buch unter dem Titel “In Defense of Selfishness: Why the Code of Self-sacrifice Is Unjust and Destructive”.  Das Inhaltsverzeichnis des Buches und eine kurze Zusammenfassung hat der Autor auf seiner Website veröffentlicht. Peter Schwartz wird in seinem Buch in Frage stellen, was die meisten Menschen als selbstverständlich ansehen: die Gleichsetzung von ethischem Verhalten mit altruistischem Verhalten. Aber Altruismus ist nur eine besondere Variante ethischen Verhaltens, und eine, die jeder vernünftige Menschen zurückweisen sollte, weil sie ungerecht und destruktiv ist. Für Objektivisten ist diese Erkenntnis weder neu noch überraschend, aber außerhalb dieses Kreises bedarf es noch einer erheblichen Anstrengung, um eine Ethik des rationalen Eigeninteresses populär zu machen, die keine Opfer kennt, sondern Wert gegen Wert tauscht, zum gegenseitigen Nutzen aller beteiligter Parteien.  

1 comments:

Stefan Wehmeier hat gesagt…

„Heute, unter der Herrschaft der Monopole, widerstreitet die Betätigung des Eigennutzes oft genug dem gemeinen Wohl. Daher die gut gemeinten Ratschläge der Moralisten und Ethiker, den Eigennutz zu bekämpfen. Sie haben nicht begriffen, dass der Eigennutz an und für sich durchaus am Platze ist, und dass es nur einige rein technische Mängel unserer Wirtschaft sind, derentwegen der Eigennutz so häufig zu Ungerechtigkeiten führt. In einer monopolbefreiten Wirtschaft hingegen, in der es nur eine Art des Einkommens, den Lohn, geben wird, laufen Eigennutz und Gemeinnutz dauernd parallel. Je mehr die Einzelnen dann, ihrem Eigennutz gehorchend, arbeiten, umso besser werden sie den Interessen der Allgemeinheit dienen.
Der heutige endlose Widerstreit zwischen Eigennutz und Gemeinnutzen ist eine ganz zwangsläufige Folge des herrschenden Geldstreik- und Bodenmonopols. Eine von diesen beiden Monopolen befreite Wirtschaft entzieht diesem Widerstreit für immer die Grundlage, weil in ihr der Mensch aus Eigennutz stets so handeln wird, wie es das Gemeininteresse erfordert. Die seit Jahrtausenden von Religionsgründern, Religionslehrern, Philosophen, Moralisten usw. aufrecht erhaltene Lehre von der Sündhaftigkeit der menschlichen Natur wegen ihrer Eigennützigkeit findet damit ein für allemal ihr Ende. Es ist keineswegs notwendig, dass wir, diesen Lehren folgend, uns durch Äonen hindurch abmühen, um uns selbst zu überwinden, um eines Tages vielleicht doch noch gemeinnützig zu werden – sondern wir können schon jetzt, heute, in dieser Stunde, die Verbrüderung der bisherigen Widersacher Eigennutz und Gemeinnutz vollziehen. Es ist dazu nicht erforderlich, dass wir den Menschen reformieren, es genügt vielmehr, wenn wir das fehlerhafte Menschenwerk, unser Geldwesen und Bodenrecht, ändern.“

Otto Valentin (Die Lösung der Sozialen Frage, 1952)

Die Arbeitsteilung erhob den Menschen über den Tierzustand, und allein die Qualität der makroökonomischen Grundordnung bestimmt den Grad der Zivilisiertheit, die der Kulturmensch erreichen kann:

Marktgerechtigkeit