Dienstag, Oktober 21, 2008

Libertäre ohne Maske

Thrutch verweist auf einen Artikel des libertären Vordenkers Lew Rockwell und eigentlich ist schon die Überschrift entlarvend: "Der Feind ist immer der Staat." (The Enemy is always the state). Wenn man sich dann doch noch näher in den Text einlesen möchte, findet man eine äußerst skurille Position zum Thema Immigration. Bei diesem wichtigen Thema haben die Libertären gar keine Position, sondern nehmen einfach immer die gegenteilige Position des Staates ein. So sieht es jedenfalls Llewellyn H. Rockwell, jun.

Weitere Einträge von Thrutch zum Thema Libertarianismus hier und hier

3 comments:

Anonym hat gesagt…

Ich habe eine Frage zum Thema Emotionen und Objektivismus.
Es ist nach objektivistischer Lehre doch so, das der Verstand und nicht die Emotionen Ausgangspunkt des Handelns sein soll.
Aber in Atlas Shrugged handeln John Galt und die anderen gut doch so wie sie, es tun um sich wieder an ihrem leben und an den Werten die sie erschaffen zu freuen.
Ich also nicht schlussendlich die Emotion, das Glücksgefühl, das letztendliche Ziel aller Handlungen?

Wolfgang hat gesagt…

Es geht darum, dass die Emotion keine Quelle der Erkenntnis sein darf. Etwas anderes ist die Frage, ob Menschen ohne Emotionen überhaupt handeln würden, und wahrscheinlich, muss man sagen, würden sie es nicht. Emotionen sind also durchaus wichtig, aber in ihrem Bereich.

Sascha Settegast hat gesagt…

Man sollte zudem sehen, dass die Ethik des Objektivismus das Leben des Menschen qua Mensch zum Maßstab macht, gleichzeitig aber auch betont, dass das psychologische Resultat einer erfolgreichen, rationalen Lebensführung Glück ist. Im Endeffekt handelt es sich bei Leben und Glück um zwei Seiten der gleichen Medaille; das artspezifisch korrekte funktionieren des Organismus im Bereich des Materiellen entspricht einem Gefühl der tiefen, widerspruchsfreien Eingebettetheit in die Realität auf der spirituellen bzw psychologischen Seite. Insofern ist es durchaus korrekt, wenn man sagen würde: Mein eigenes Gedeihen, mein persönliches Glück sind letztlich das Grund, warum ich überhaupt handle und lebe. Sie sind der grundsätzliche Motivator. Richtig zu leben ist kein Selbstzweck; man tut es, weil ein richtiges Leben ein glückliches Leben ist.